„Rund um Mittenwald 2017“

5. DKW Camping Treffen im Westerwald. „Rund um Mittelhof“,

vom 08.09-10.09.2017.

Es ist Freitagvormittag wir koppeln den Anhänger in Wuppertal an und starten Richtung Westerwald. Leider hat sich das Wetter zu dem kleinen Jubiläumstreffen nicht an unseren Wünschen orientiert. Es regnet in Bindfäden, die Wetterprognose für das Wochenende eher durchwachsen. Aber kneifen gilt nicht und wir sind gespannt wer denn so alles kommen wird.

Gegen Mittag in Mittelhof angekommen, sind Christel und Wienand Beets bereits vor Ort. Das Wohnmobil von Roswitha und Bruno Vogel steht verwaist auf der Wiese.

Bei einer Tasse Kaffee überlegen wir zu wetten, wer trotz der widrigen Wetterverhältnisse den Weg in den Westerwald finden wird. Passend hierzu setzt der Regen gerade wieder so richtig ein.

Plötzlich hören wir ein zweitaktendendes Fahrzeug auf vier Rädern eintreffen, Roswitha und Bruno Vogel. In diesem Jahr mit der neusten Erwerbung, einem Trabant.

Gut dass wir nicht gewettet hatten, kurz darauf geht es Schlag auf Schlag. Die Wiese füllt sich innerhalb der nächsten zwei Stunden zügig und zum Abend sind alle angemeldeten Teilnehmer eingetroffen. Respekt, so kann man sich täuschen.

In diesem Jahr helfen uns die große (beheizbare) Grillhütte und der überdachte Grillplatz, dem Wetter zu trotzen. Bereits nach kurzer Zeit finden unter den Teilnehmern angeregte Gespräche bei Kaffee und Kuchen, später auch bei einigen geistigen Getränken am Lagerfeuer statt.

Lediglich bei der Familie Pietza geht es immer ruhiger zu. Der Grund: Marius Pietza (16) ist seit dem Nachmittag mit seiner RT 125 von Dormagen alleine auf dem Weg in den Westerwald. Da per Handy nicht erreichbar machen wir uns natürlich alle Sorgen, versuchen aber die armen Eltern zu beruhigen. Mittlerweile ist es 21:00 Uhr, stockdunkel und es schüttet aus Eimern.

Die kleine Schwester Sophia(9) flüstert mir zu: „Wann kommt er denn endlich? Ich fahre doch morgen auf der Tour bei Marius mit! Für diese Fahrt wurden extra höher gelegte Fußrasten moniert, die Marius nicht so wirklich gefallen. Danach wieder demontieren? Sophia sieht das anders!

Dann endlich gegen 21:15 Uhr ein wohlvertrautes Motorgeräusch und Marius kommt mit Schwung auf den Platz gefahren. Das Navi war ausgefallen, dadurch hatte es etwas länger gedauert. Hut ab für die Leistung!

Der Überraschungsgast des Abends ist Julian Strackharn auf der RT 250/2 von Vater Uwe. Julian kommt auf eigener Achse aus Köln angereist und baut nach Erstversorgung durch die zahlreichen Mütter, sein Zelt im strömenden Regen auf der Wiese auf. Der Vorschlag vielleicht doch lieber in der Grillhütte zu übernachten wird vehement abgelehnt. Erstaunlich wie gemütlich er die Nacht im Zelt verbringt, er ist der Letzte der morgens aufsteht.

Zwischenzeitlich konnte ich mit Klaus Weinbrenner, dem Planer der morgigen Strecke, den Start besprechen. Wir entschließen und erst gegen 11:00 Uhr zu starten, da das Wetter sich ab dann bessern soll. Wie in den Jahren davor fährt Stefan Roth mit seiner RT ortskundig voraus.

Am anderen Morgen stehen alle 12 Maschinen pünktlich am Start. Wir sind besonders stolz so viele Kinder und selbstfahrende Jugendliche dabei zu haben. Die Zukunft scheint gesichert.

Die Familie Pietza fährt diesmal zusammen. Annette und Armin auf der NZ 350 und Sophia und Marius auf der RT 125.

Daniel Glauer (17) nimmt wieder, wie bereits zur Führerscheinpremiere im letzten Jahr, mit der RT 125 teil.

Julian Strackharn fährt wie erwähnt auf der RT 250/2 die Runde mit.

Der kleine Fin (8) sitzt kerzengerade und mit fachmännischen Blick als Sozius bei Papa Klaus auf der RT 175.

    

 

Nach der einen oder anderen Startschwierigkeit treffen wir alle am ersten Wegpunkt, dem ca. 20 m hohen Ottoturm in Herkersdorf ein und genießen die wunderschöne Aussicht. Das Wetter ist mittlerweile richtig schön geworden.

Der nächste Halt ist der sagenumwobende Druidenstein bei Kirchen. Der Druidenstein ist eine bemerkenswerte Basaltkuppe an der sich in grauer Vorzeit eine Kultstätte befunden haben soll. Nach Gewinnung von Basaltstein ist dieser faszinierende Basaltfelsen leider nur noch zu 1/3 der ursprünglichen Größe vorhanden. Zum Glück wurde der Abbau Anfang der zwanziger Jahre gestoppt und der Felsen unter Schutz gestellt.

Es geht weiter zum Hohenseelbachskopf zur Mittagsrast. Die Strecke führt mitten durch den Wald über eine unbefestigte Straße. Der ursprüngliche Hohenseelbachskopf war ebenfalls ein gigantischer Basaltfelsen auf dem sich einst eine Raubritterburg befand, die der Trierer Bischof zerstören ließ. In spätere Zeit wurde der Felsen ebenfalls zu Basaltgewinnung vollständig abgetragen. Geblieben ist ein riesiger Steinbruch, der von der Kuppe tief in den Felsen getrieben wurde.

Nach der Mittagspause geht es nach Daaden zur Besichtigung der dortigen Barockkirche. Hier haben wir Gelegenheit mit einer sachkundigen Führung des Küsters die Kirche zu besichtigen.

Im Anschluss setzt auf der Fahrt zurück nach Mittellhof wieder Regen ein. Zum Glück nicht so stark, so dass wir alle wieder weitestgehend trocken und vor allem unfallfrei und gesund wieder im Eichenwald eintreffen.

Den Abend verbringen wir dann wieder gemütlich in der Grillhütte und am Lagerfeuer.

Nach dem gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen geht es auf die Heimreise.

Das 5. Campingtreffen „Rund um Mittelhof“ hat sich erneut bewährt. So sind viele Teilnehmer von der ersten Stunde immer noch dabei und viele Neue dazugekommen. Aus Kindern wurden Leute bzw. Motorradfahrer.

Klaus Weinbrenner hat jedes Jahr neue Ideen welche schöne Strecken und Sehenswürdigkeiten er uns im Westerwald zeigen möchte. Unseren herzlichen Dank an Klaus Weinbrenner und Stefan Roth für die tolle Unterstützung dieses Treffens!

So wird es auch das 6. Treffen in 2018 geben. Nach kleineren Komplikationen wird diesmal das Treffen auch wieder in der MoPo angekündigt werden. Seht es uns für 2017 nach.

Holger Wendt

 

P.S.: weitere Bilder gibt es auch auf www.dkw-motorrad-stammtisch.de

 
24.Oktober.2017 Kommentare 0
Veröffentlicht in: Aktivitäten | Artikelautor: Holger Wendt 431
 

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